Mit welchen Folgekosten muss man rechnen?
Ein Youngtimer ist kein Neuwagen. Auch wenn die meisten Verschleißteile eines Youngtimers im Laufe seines langen Lebens wahrscheinlich irgendwann einmal erneuert wurden: Bei einem alten Auto kann jederzeit irgendetwas kaputt gehen. Wer also ein Budget von, sagen wir, 5000 Euro hat, tut gut daran, nur 4000 für den Wagen auszugeben und 1000 für Notfälle auf die Kante zu legen. Andererseits: Bei Youngtimern, die weniger als Geldanlage gekauft wurden (ja, mit einigen kann man gutes Geld verdienen, wenn man Geduld hat), sondern primär wegen des Fahrspaßes, ist es durchaus gängig und erlaubt, baugleiche aber nicht-originale Ersatzteile zu verbauen. So können Maserati-Besitzer oft bis zu 75 Prozent sparen, in dem sie bestimmte Fiat-Ersatzteile einbauen, und im Internet findet man etliche Ersatzteil-Lieferanten, die sich auf einzelne Modelle oder Hersteller spezialisiert haben und für kleines Geld Neuteile anbieten - die allerdings nicht original sind, in der Regel ihren Dienst aber auch tun. Und: Einen Youngtimer muss man nicht in die Vertragswerkstatt bringen - meistens reicht auch eine freie Werkstatt, die ganz andere Konditionen anbieten kann. Immerhin kann man Youngtimer ohne teure Computer-Diagnosegeräte und meist ohne Spezialwerkzeuge reparieren. Hier muss man sich in den einschlägigen Internet-Foren oder bei Fanclubs einfach erkundigen, welche Schrauber aus der Region am empfehlenswertesten sind. Außerdem glauben wir, dass jeder Youngtimer-Besitzer über kurz oder lang auch selber Hand anlegen kann, wenn mal wieder die Zündkerzen verrußt sind, die Türdichtungen porös geworden oder die Verteilerkappe gerissen ist. Es bringt Spaß, wirklich.
