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    Gibt es spezielle Youngtimer-Versicherungen?

    Ja. Aber der Begriff Youngtimer wird von den Versicherungsgesellschaften sehr uneinheitlich verwendet. Oft ist es Ermessenssache des Sachbearbeiters, ob ein Fahrzeug als Youngtimer versichert werden kann oder nicht. Die Problematik bei Youngtimern ist folgende: Ein, sagen wir, Ford Granada, mag einen Marktwert von 3500 Euro haben. Kommt es nun zum Schadensfall, wird eine Reparatur unter Umständen jedoch schnell teurer. Wer seinen Youngtimer liebt und ihn eines Tages als Oldtimer fahren möchte, sollte einen gewissen (höheren) Wiederherstellungswert mitversichern. Das machen nicht alle Versicherungsunternehmen mit. Einigen gelten alte Autos nur als abgerockte Gebrauchtwagen. Andere fällen ausschließlich Einzelfallentscheidungen. Und bei noch anderen gehört es zu den Bedingungen, neben dem Youngtimer auch noch ein "normales" Auto zu fahren (da reicht aber wiederum manchmal ein Dienstwagen oder das Fahrzeug des Partners), weil die Versicherung keine Alltagsfahrzeuge mit dem - in der Regel günstigeren - Youngtimer-Tarif versichern will. Ein Spezialversicherer für alte Fahrzeuge ist zum Beispiel OCC (www.oldiecarcover.de), aber auch z.B. der ADAC bietet Youngtimer-Versicherungen an. Und Ihre bestehende KFZ-Versicherungsgesellschaft wahrscheinlich auch. Normalerweise muss man zur Erlangung einer Youngtimer-Versicherung ein Wertgutachten (zum Beispiel von Kleophas, Oldietax etc.) vorweisen, eine Garage, Carport oder Tiefgarage haben - und der Youngtimer muss überdurchschnittlich gut erhalten sein. Dann gibt's ca. 20 Prozent Nachlass auf die Vollkasko-Prämie. Auf jeden Fall gilt wie immer: Vergleichen lohnt. Von Versicherer zu Versicherer können sich die Angebote deutlich unterscheiden.