Wann wird ein Youngtimer zum Oldtimer?
Ein Youngtimer wird zum Oldtimer, wenn er seinen 30. Geburtstag ohne Blessuren überstanden hat. Alle Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, gelten als Oldtimer und können oftmals mit dem sog. H-Kennzeichen bewegt werden. Das H-Kennzeichen (Z.B. HH-XX 1234 H) bekommt man nach einer technischen Begutachtung (z.B. vom TÜV), mit der bestätigt wird, dass sich das Fahrzeug in einem originalen, zeitgenössischen Zustand befindet und überdies gut erhalten ist. Will heißen: Wer seinen Youngtimer mit 20-Zoll-Felgen, Fahrwerksumbau, Vierfachauspuff und Flammdesign aufpimpt, hat später keine Chancen aufs H-Kennzeichen (das einen großen Steuervorteil mit sich bringt: Für das H-Kennzeichen zahlt man pauschal nur 191,73 Euro KFZ-Steuer im Jahr). Auch alte "Höhlen", also abgerittene Schrottwagen, bekommen kein H-Kennzeichen. Wer indes das begehrte H-Kennzeichen ergattert hat, sollte irgendwie beweisen können, seinen Oldtimer nur zum Spaß zu bewegen. Hilfreich ist zum Beispiel, noch einen zweiten, neueren Wagen angemeldet zu haben. Denn dann wird unter Umständen auch die Versicherung billiger. Die meisten Gesellschaften bieten spezielle Oldtimer-Tarife an - die aber in der Regel nicht greifen, wenn das Fahrzeug als Alltagsfahrzeug genutzt wird.
