"Nur Fliegen ist schöner" titelte die Werbekampagne für den Opel GT - und der erste, richtige Sportwagen von Opel eroberte die Herzen dann auch im Sturm.
Als bei der Internationalen Automobil-Ausstellung 1965 der "Grand Tourismo" unter dem Namen "Experimental- GT" vorgestellt wurde, war die Überraschung groß. Hinter einem solchen zweisitzigen Coupé-Sportwagen hätte man eher einen italienischen Autobauer vermutet als ein "Made in Rüsselsheim".
Und das begeisterte Publikum wurde zunächst enttäuscht. Opel verneinte eine Serienanfertigung mit den Worten: "Der Experimental-GT ist ein reines Hochleistungslaboratorium auf Rädern, mit dem Motoren und Fahrwerkskomponenten bei besonders hoher Geschwindigkeit getestet werden können." Erst sechs Jahre später folgten die ersten Flitzer für den Straßenverkehr.
Schnell erhielt der GT den Spitznamen "die deutsche Corvette" denn die Form erinnerte stark an die ebenfalls 1968 vorgestellte Chevrolet Corvette "Stingray". Mit seinen Schalensitzen aus Cordbezügen, dem Dreispeichen-Lenkrad und den runden Bordinstrumenten versprühte der GT den Charme eines italienischen Casanovas in Rimini.
Mit 0 auf 100 km/h in 10,8 Sekunden und einer Spitzenleistung von 185 km/h war der Opel GT vor allem "ein Sportwagen für Männer, die wieder einmal richtig Autofahren wollen". Mit diesen Worten wurde der Flitzer in den Werbetexten angepriesen - und deshalb wurde der GT, obwohl er nur fünf Jahre lange gebaut wurde (1968 - 1973), auch so sehr geliebt.
Fast vierzig Jahre später, möchte Opel nun mit dem neuen Opel GT Roadster, der im Frühjahr 2007 auf den europäischen Markt kommt, das Comeback dieser Legende feiern.