Daten

Name: BMW M3 (E30)
Baujahre: seit 1986

Motorisierungen: Ottomotor 2,3 l R4
Hubraum: 2302 cm³
Leistung: 200 PS
Drehmoment: 240 Nm bei 4750 min -1
Schaltung: 5-Gang manuell oder 4-Gang Automatik
0 - 100 km/h: 6,7 Sekunden
Spitzengeschwindigkeit: 235 km/h
Verbrauch: 8,3l auf 100km
Länge, Breite, Höhe:
4345mm x 1680 mm x 1370 mm
Leergewicht: ca. 1.200 kg

Neupreis: 58.000 DM

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Bmw M3 E30 

Manche Erfolgskonzepte werden zwischen Tür und Angel geboren. So wie im Fall des besten Tourenwagens aller Zeiten: Der BMW M3 feiert gerade sein 25. Jubiläum.

Eberhard von Kuenheim, damaliger Chef der Bayerischen Motorenwerke, hatte der Motorsport GmbH einen kurzen Besuch abgestattet und sich beim technischen Geschäftsführer der Tochterfirma mit folgenden Worten verabschiedet: „Herr Rosche, wir brauchen für die Dreier-Reihe einen sportlichen Motor.“ Sein Wunsch war Rosche Befehl.

Der technische Geschäftsführer und seine Konstrukteure machten sich sofort ans Werk und präsentierten der Legende nach schon zwei Wochen später das Ergebnis ihrer Arbeit: den schnellsten 3er BMW aller Zeiten, ausgestattet mit einem Zweiliter-Motor mit vier Zylindern, 2.3 Liter Hubraum, Vierventiltechnik und Kurbelgehäuse. Damit brachte es der Sportwagen auf 200 PS, eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 230 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 6,7 Sekunden.

Nun brauchte der sportliche BMW nur noch das O.K. von Kuenheim, der den Wagen testen sollte. Rosche erinnert sich gut an diesen Tag vor 25 Jahren: „Ich bin sonntags zur Wohnung von Kuenheims gefahren und habe ihm das Auto für eine Probefahrt überlassen. Als er zurückkam sagte er: ´Gut, der gefällt mir`. So ist der M3 entstanden.“

Als sportliche Version des E30 wurde der M3 der Öffentlichkeit schließlich 1985 auf der IAA präsentiert, wo er neben den übrigen 3er-BMWs sofort herausstach: die sportliche Variante der Mittelklasselimousine verfügte nicht nur ringsum über Schürzen, die auf die aerodynamische Feinarbeit an der Karosserie hinwiesen, sondern auch über einen wagenbreiten Spoiler, Kotflügelverbreiterungen und eine breitere, flachere C-Säule als das Serienmodell. Soviel Sportlichkeit hatte natürlich seinen Preis. War das Serienmodell bereits für 43.300 DM zu haben, musste man beim M3 schon deutlich tiefer in die Tasche greifen und ganze 58.000 DM berappen.

Trotz des hohen Anschaffungspreises war der M3 heiß begehrt, so dass für alle 5000 Exemplare, die im Sommer 1986 das Werk verließen, in kurzer Zeit Abnehmer gefunden wurden. Nur unter dieser Bedingung konnte der M3 schließlich auch als Tourenwagen der Gruppe A zugelassen werden und bei der Weltmeisterschaft im selben Jahr antreten. Um dabei eine gute Figur zu machen, wurde die Straßenversion mit weiteren 100 PS ausgestattet und als M3 Rennversion an den Start geschickt.

Obwohl das erste Rennen auf Grund von bürokratischen Schwierigkeiten verloren wurde, stand am Ende der Saison Roberto Ravaglia mit dem M3 als Tourenwagen-Weltmeister fest. Und das war nur der Anfang, denn in den kommenden Jahren, sollte der M3 zum erfolgreichsten Tourenwagen aller Zeiten werden. Mit mehr als 1.500 Einzelsiegen, 60 Landesmeisterschaften bei Rallyes, Straßen- und Bergrennen, sieben Berg-Europameisterschaften, fünf Mitropa Rallye Cups und acht Siegen bei den 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring und in Spa. Selbst Kuenheim und Rosche hatten sich solch einen Erfolg vermutlich nicht erträumt.