Kein anderes Modell baute BMW so lange unverändert, wie das 6er Coupe. Von 1976 bis 1989 rollte der Flitzer vom Band. Kurz vor der Markteinführung hatte die neue 5er Reihe für Aufsehen gesorgt und der 3er den 2er abgelöst. Nun war also der Sportwagen an der Reihe. Zwar hatten die Sportwagen im Renngeschäft ohne Ende Erfolge eingefahren, doch die Kundschaft wünschte sich mehr Komfort.
Den bekam sie mit dem neuen Coupe. Chassis und Bodengruppe stammten vom 5er-Modell. Designer Paul Bracq lehnte auch die Linienführung an die 3er- und 5er-Modelle an. Prägend für das 6er Coupe wurde die Hutze auf der Motorhaube, die vorne in einer Niere auslief. Weiter gehörten die verdeckten Doppelscheinwerfer und die seitliche Fensterlinie zu den charakteristischen Merkmalen.
Auch in Sachen Sicherheit setzte das Coupe neue Maßstäbe. Die definierte Verformbarkeit der Fronthaube war ein Pionierswerk in Sachen passive Sicherheit. Selbst das Design wurde diesem Aspekt unterworfen. So wurden B-Säulen angefertigt, die das Dach in der Mitte stützten, wodurch sich die Seitenfenster nicht komplett öffnen ließen.
Präsentiert wurden die neuen Modelle im Genfer Autosalon. Nicht nur die Länge von 4,75 Metern, sondern auch der geräumige Innenraum riefen eine neue Coupé-Generation aus. Sowohl Lenkrad als auch Fahrersitz waren serienmäßig höhenverstellbar, die Wärmeschutzverglasung bewarte die Insassen vor gefährlicher Sonneneinstrahlung. Auch die Elektronik kehrte verstärkt in den neuen Wagen ein. Über das Check-Control-System ließ sich etwa der Ölstand auf Knopfdruck überprüfen. Mit dieser Ausstattung befand sich der E24 in der absoluten Spitzenklasse. Als Sonderausstattung waren Ledersitze oder Klimaanlage erhältlich.