Daten

Name BMW Z1
Baujahre: (1990 - 1991)
Gewicht: 1250 kg
Länge/Breite/Höhe: 3921x1690x1277mm
Motor: 6 Zyl., Reihe
Hubraum: 2494 ccm
Sprint 0-100 km/h: 7,9s
Vmax: 225 km/h
Leistung: 170 PS
Drehmoment: 222 Nm
Gebaute Stückzahl: 8000 (1988 nur Vorserie 80 Stück)
Nachfolgemodell: Z3
Preis (1989): 83.000 DM
Wert heute (Zustand 2): 29.000 Euro

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BMW Z1 

Bis heute sind es vor allem die Türen, die diesen Wagen so außergewöhnlich machen. Denn die Türen des BMW Z1 fahren auf Knopfdruck nach unten und verschwinden im Schweller. Zumindest so weit, dass das Einsteigen auch bei geschlossenem Dach mit etwas Übung gut von der Hüfte geht. Vorausgesetzt, die Dame des Herzens hat keinen Minirock gewählt.

Fahren mit offenen Türen – bis zum Erscheinen des Z1 war dies eine undenkbare Vorstellung. Doch die steife Karosserie des BMW-Roadsters erlaubt dem Fahrer diesen ungewöhnlichen Show-Effekt.

Dass diese Türen ununterbrochen Probleme machen, ist übrigens ein Gerücht – solange der Besitzer alle fünf Jahre die (Keil-) Riemen erneuert, die eben diese Türen herauf und herunter bewegen, läuft beim flotten Bajuwaren alles wie geschmiert.

Vom BMW Z1 wurden insgesamt 8.000 Stück gebaut – die meisten davon in Top-Rot (3.102), knapp gefolgt von Schwarz und Ur-Grün. Ein echtes Sammlerstück ist der BMW Z1 in Fun-Gelb: Von dieser Variante liefen nur 135 vom Band. Kaum mehr Exemplare wurden in den beiden Farben Magic-Violet und Pur-Blau lackiert. Allerdings haben es diese Farben, die es nur zum Ende der Produktion gab, nie wirklich in die Herzen der Liebhaber geschafft.
 
Sprichwörtlich eine Schwachstelle ist beim BMW Raodster hingegen der Tankdeckel. Er bricht gerne mal am Gelenk ab. Einfach so, beim Tanken. Das ist besonders ärgerlich, zumal bei BMW die Ersatzteile für den Z1 knapp werden. Deshalb soll es tatsächlich Besitzer geben, die in ihrem privaten Ersatzteillager gleich mehrere Exemplatre des Tankdeckels vorrätig halten.

Und sonst? Ein zuverlässiges Auto auf Basis des Großserien-BMW der Baureihe E30. Die Karosserie selbst besteht aus Kunststoff, der Rahmen aus Aluminium. Es gibt kaum unproblematischere Youngtimer auf dem deutschen Markt.
 
Ein Highlight für echte Liebhaber bilden die 66 von Alpina gebauten BMW Z1. Beim Veredler in Buchloe wurde der Z1 umgetauft – hier hießen die Autos RLE, was für „Roadster Limited Edition“ stand. Die Autos hatten 30 PS mehr sowie eine geänderte Abgasanlage und ein tiefergelegtes Fahrwerk.
 
Gleich zwei BMW Z1 haben es in die BMW Art Car Collection geschafft. Einer wurde von A.R. Penck im Jahr 1991 bemalt, der andere – wie der Penck Z1 in der Grundfarbe Top-Rot – wurde von Keith Haring künstlerisch veredelt. Bei Zweiterem handelte es sich allerdings streng genommen nicht wirklich um ein offizielles BMW Art Car, vielmehr hat statt der Konzernzentrale ein Düsseldorfer Galerist den Künstler Keith Haring zu dieser Arbeit überredet.
 
Heute muss man für einen gut erhaltenen BMW Z1 etwa 25.000 Euro bezahlen.  Die Wertsteigerung ist bei diesem Wagen eingebaut. Denn die Talsohle der Schäppchen hat er leider längst durchschritten.

Als Technologieträger der BMW Technik GmbH wurde der Z1 1987 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Technisch seiner Zeit voraus war vor allem das Fahrwerk. Die Hinterachse wurde später als so genannte "Z-Achse" auch im 3er BMW der Serie E36 verbaut.

Heute wird gerne behauptet, die Auflage des BMW Z1 wäre von Beginn an streng auf 8.000 Stück limitiert gewesen. In Wahrheit war der Roadster in der Produktion einfach zu teuer, der Wettbewerb durch den neuen Mercedes SL und das ebenfalls zu dieser Zeit vorgestellte Porsche 944 Cabrio zu groß. Selbst im eigenen Haus bei BMW bekamen die Kunden für die für den Z1 geforderten 89.000 DM in den 90er Jahren mehr Auto fürs Geld – etwa einen BMW 735i.

So stellte die BMW Technik GmbH, die sonst eher für schöne Schalthebel und Lenkräder zuständig war, den BMW Z1 im Mai 1991 ein.