Daten

Name des Fahrzeugs: Ferrari 308
Baujahre: 1975 - 1985
Unser Beispielmodell: Ferrari 308 GTB
Motorisierung: V8
Hubraum: 2926 ccm
Leistung: 227 PS bei 6400 U/min
0 - 100 km/h: ca. 6,5 Sekunden
Spitzengeschwindigkeit: 255 km/h
Länge, Breite, Höhe: 4230 mm x 1720 mm x 1120 mm
Leergewicht: 1320 kg 
Verbrauch: 18 l/100 km
Getriebe: Fünfgang
Hergestellte Stückzahl: 2897 (davon 808 mit Kunststoffkarosserie)
Neupreis (bei Einführung): 59.774 DM
Wert heute (Zustand 2): 42.000 Euro
Vorgänger: Ferrari Dino 246 GT

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Ferrari 308 

Es war das unangefochtene Yuppieauto der Achtziger: der Ferrari 308. Erhältlich in den Versionen GTB und GTS, zielte das Modell vor allem auf die reichen Amerikaner ab. Aber auch in Europa entwickelte sich der rote Flitzer zum Kassenschlager. Man wollte auch in Good Old Europe so cool sein wie Tom Selleck alias Magnum, der in der gleichnamigen US-TV-Serie grundsätzlich mit dem Ferrari 308 vorfuhr.
Bis heute ist der 308 GTB das meistverkaufte Auto aus dem Hause Enzo Ferraris. Übrigens: Woher die Bezeichnung für die Baureihe kommt, ist leicht zu erklären: Die ersten zwei Ziffern sind der Hubraum in Dezilitern, die dritte steht für die Zylinderanzahl.
Begründet wurde die erfolgreiche Baureihe 1975 mit dem 308 GTB („Gran Turismo Berlinetta“), der zunächst mit einer von der italienischen Autodesign-Firma Pininfarina entworfenen Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) auf den Markt kam. Bald stellten die Italiener allerdings fest, dass diese Produktionsweise enorm zeitaufwändig war. Sie verpassten dem 308 GTB schon nach ein paar Hundert vom Band gelaufenen Autos eine konventionelle Stahlkarosserie.
Zusätzlich zum GTB mit seinem festen Dach wurde mit dem 308 GTS („Gran Turismo Spider“) ein Targa mit abnehmbaren Dach gebaut. Bei diesem Modell setzte man auf einen stabilen Gitterrohrrahmen. So gab es – trotz offenen Dachs – keine Auswirkungen auf die Karosseriesteifigkeit.
Mit ihrem Vorgänger, dem Dino 246, hatte die neue Baureihe kaum noch optische Gemeinsamkeiten. Zwar basieren beide auf demselben Fahrgestell, alles Runde war jetzt aber ausgemerzt und der 308 hatte eine wesentlich breitere Spur. Unter der Haube gab es auch Neuerungen, wie z.B. Zahnriemen zur Nockenwellensteuerung.
Aufgrund der verschärften Abgasbestimmungen wurden die nachfolgenden Modelle 308 GTBi (auch mit quattrovalvole (Vierventiltechnik) erhältlich) und GTSi mit einer Einspritzanlage ausgestattet, mussten aber dadurch auch Leistung einbüßen. Deswegen sind sie auch heute bei Liebhabern weniger geschätzt als der GTS und vor allem der GTB.
Der beliebteste F308 ist natürlich wegen der geringen Stückzahl der GTB mit GFK-Karosserie. Mit circa 49.000 Euro ist man dabei.


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Fotos: Heel Verlag, Universal Pictures, Ferrari.