Der Ford Taunus steht wie kein anderes Fahrzeug für die Firma Ford - nicht ohne Grund. Denn alle Ford-Modelle, die in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 1967 angeboten wurden hießen, hießen nicht Ford, sondern Taunus. Der US-Mutterkonzern hatte den Gebrauch des US-Markennamens in dieser Zeit untersagt. Und alles, was angeboten wurde, hieß Taunus.
Deshalb sind Youngtimer-Fans erstmal verwirrt, wenn Sie sich nach einem Taunus umschauen - denn meist stößt man auf Oldtimer aus den 50ern und 60ern.
Den Markennamen Taunus wurde 1970 zum Modellnamen bei der Mittelklasse-Limousine, auf die Youngtimer-Freunde heute schielen. Der Ford Taunus, den es in drei Baureihen gab. Der Ford Taunus der ersten Generation (1970-1975; mit mehreren Facelifts), den Taunus II (1976-1979) und den Taunus III (1979-1982).
Gerade die zweite Generation mit dem geradlinig gestaltetem Kühlergrill (im Gegensatz zum Vorgänger-Modell, dessen Front und Scheinwerfer ein Stück weiter hervorstehen als der restliche Kühler - man spricht hier vom sog. Knudsen-Modell) machen ihn zeitlos: Ford nimmt mit dem Taunus II Abschied vom automobilen Barock-Design.
Den Taunus II gab es als 2-Türer, als 4-Türer und als Kombi. Zudem standen sechs Motoren (Vier 4-Zylinder und zwei 6-Zylinder Benziner) zur Auswahl, die zwischen 55PS und 108 PS leisteten. Gerade das Top-Modell mit einem 2,3 Liter 6-Zylindermotor ist heute sehr begehrt, da man mit dieser Motorisierung ausreichend Kraft, aber auch einen entsprechenden Klang hat.
Der Taunus gilt auch als Einsteiger-Modell unter den Youngtimern. Das liegt daran, dass er sowohl günstig ist - zum anderen an seiner einfachen Technik.