Daten

Honda NSX (NA1)

Baujahre: 1990-1997
Motorisierung: V6
Hubraum: 2977 ccm
Leistung: 274 PS bei 7100 U/min
0 - 100 km/h: ca. 5,7 Sekunden
Spitzengeschwindigkeit: 270 km/h
Länge, Breite, Höhe: 4405 mm x 1810 mm x 1170 mm
Leergewicht: 1392 kg
Verbrauch: 12,0 l/100 km
Getriebe: Fünfgang
Hergestellte Stückzahl: 18.000 (inklusive des Facelifts NSX NA2 von 1997-2005)
Neupreis (bei Einführung): 140.000 DM
Wert heute (Zustand 2): 38.000 Euro
Vorgänger: kein
Nachfolger: kein

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Honda NSX (1976 - 1982)

Wenn 1990 einer wusste, was schnell ist, dann Rennfahrerlegende Ayrton Senna. Der Formel-1-Weltmeister von 1988 jagte damals einen Supersportler über die Nordschleife des Nürburgrings, der aus dem Nichts für Furore sorgen sollte. „Schnell ist der Wagen, sehr, sehr schnell“, urteilte der Brasilianer und verpasst dem Auto den letzten Feinschliff.

Mit dem NSX blies Honda im Jahr 1990 zum Generalangriff auf die etablierten Nobelmarken Porsche und Ferrari: Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte der japanische Autohersteller das neue Flaggschiff. Es setzte Maßstäbe und verzückte vor allem Kritiker und Kunden in den USA. In Deutschland interessierte der Sportler hingegen kaum jemanden: Bis 2005 gingen nicht einmal 400 Exemplare an den Mann.

Vielleicht lag es am bevorzugten amerikanischen Markt, vielleicht aber auch am Ruf der Japaner. Honda – das bedeutete in den 80er Jahren Spießigkeit und Tristesse. Das Unternehmen wollte raus aus dieser Ecke, angesagter sein – und entwickelte die Idee zu einem zweisitzigen Mittelmotor-Sportwagen. Honda bemühte sich redlich: Rund 400 Patente, so wird kolportiert, seien während der Entwicklung beantragt worden. Und tatsächlich gilt der NSX heute als Vorreiter in mancherlei technischer Hinsicht:

Honda fertigte mit ihm das weltweit erste Vollaluminium-Auto der Welt. Außerdem hatte der Nippon-Renner eine vollelektronische Servolenkung und ein elektronisches Gaspedal. Ein V6-Motor mit Titan-Pleueln und Platin-Zündkerzen trieb ihn an – die Maschine dreht bis 8000 Touren. Aber zugegeben: Die Technikzutaten goutieren wohl nur die Feinschmecker unter den Autonarren.

Der F-16-Kampfjet inspirierte die Honda-Designer bei der Gestaltung des Cockpits, Anleihen übernahmen sie außerdem von Rover und aus dem Ferrari 308. Geboren ward ein Coupé, dem der 80er-Jahre-Stil voll auf den Leib geschnitten ist. Flach wie eine Flunder, bullig zugleich, mit Klappscheinwerfern und einem steilen Abrissheck samt riesigem Flügel ausgestattet, huscht der NSX windschnittig am liebsten über Autobahnen und Rennstrecken. 274 PS büffeln in seinem Rücken, katapultieren ihn auf bis zu 270 Kilometer in der Stunde bei einem Hubraum von 3,2 Litern. Das Gewicht, das der 4-Meter-43-lange Asien-Ferrari durch die Aluminiumbauweise einspart, holt er wieder rein mit einer ordentlichen Ausstattung: Kilmaanlage, Airbags, CD-Wechsler und Lederpolster nennt er sein Eigen.

Bis ins Jahr 2009 hinein raste der NSX auf den Rennstrecken dieser Welt um die Wette – oft sehr erfolgreich. 1997 hübschte Honda seinen Supersportler mit einem Facelift auf, nachdem  bereits eine Automatik- und zwei sportlichere R-Varianten entwickelt wurden. Immer wieder mal – zuletzt Mitte der Nuller Jahre – kommen Gerüchte auf, Honda wolle seine Rennflunder neu auflegen. Bislang geschah noch nichts.

Im bislang recht ignoranten Deutschland erlebt der NSX als Youngtimer ein Comeback, wenn man überhaupt von einer Rückkehr sprechen kann. Wirklich angekommen war der Japaner ja eigentlich noch nicht. Bis zu 80.000 Euro bieten Liebhaber für einen gut erhaltenen NSX.