Daten

Name: Range Rover (1. Generation)
Baujahre: 1970 - 1996

Beispielmodell: Range Rover LSE (1992 - 1994)

Motorisierungen: 8-Zylinder
Hubraum: 4,2 Liter
Leistung: 202 PS
Drehmoment: 340 Nm bei 3250 U/min
Schaltung: Fünfgang oder Viergang-Automatik
0 - 100 km/h: 9,9 Sekunden
Spitzengeschwindigkeit: 180 km/h
Verbrauch: 21,5 l/100 km
Radstand: 2743 mm
Länge, Breite, Höhe:
4650 mm x 1814 mm x 1798 mm
Leergewicht (kg): ca. 2150 kg

Neupreis: 107.500 DM
Preis heute (in gutem Zustand): 9.800 Euro

Wieviele Range Rover (1. Generation) wurden hergestellt?
326.070

Vorgänger: keiner
Nachfolger: Range Rover 2. Generation (1994 - 2002)

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RANGE ROVER 

Das Einzige was an diesem Auto rund ist, sind die Reifen. Kanten, Ecken, Geraden wohin man schaut: Kaum ein Auto ist männlicher als ein Range Rover.

Dieses Jahr feiern die Briten von Land Rover den 40. Geburtstag ihres Verkaufsschlagers. Im Juni 1970 war der erste Range Rover der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Noch heute spricht der Hersteller von seiner „historisch bedeutsamsten Modellreihe“. Aus gutem Grund: Der Bristish-Leyland-Konzern, zu dem Land Rover damals gehörte, war der erste, der einen Geländewagen randvoll mit Luxus packte und damit ganz gezielt in die Oberklasse wollte. Der Range Rover prägte damit sozusagen die Definiton eines SUVs – auch wenn es die Bezeichnung damals längst noch nicht gab.

Und wer hat’s erfunden? Charles Spencer King, der damalige Chefingenieur der Rover-Pkw-Sparte - er hatte den richtigen Riecher. Bei einem USA-Besuch stellte er im Gespräch mit dortigen Händlern fest, dass der Markt für 4x4-Freizeitautos stetig wuchs. Auf dem amerikanischen Markt waren zu dieser Zeit schon einige solcher Fahrzeuge erhältlich, wie zum Beispiel der Jeep Wagoneer. Diese überzeugten zwar im Gelände, lieferten auf der Straße allerdings allenfalls eine akzeptable Leistung ab. In Europa gab es Ende der Sechziger Jahre noch überhaupt nichts Vergleichbares. Den Entwicklern, die ab 1966 an der Konzeptionierung des Range Rovers arbeiteten, war schnell klar, welche Zutaten den Unterschied machen würden: Als erstes Allradfahrzeug statteten sie ihn mit Schraubenfedern aus, um auf der Straße den gleichen Komfort wie ein Pkw bieten zu können. Außerdem setzte man auf eine Aluminiumkarosserie sowie einen komplett aus Aluminium gefertigten Motor und Scheibenbremsen.

Der große Erfolg des Range Rovers sprach für sich, insgesamt wurden von 1970 bis 1996 326.070 Stück des Modells verkauft. In diesen 26 Jahren änderte sich am Range Rover äußerlich kaum etwas. Technisch entwickelte man die 1. Generation des Geländewagens, heute meist Range Rover Classic genannt, permanent weiter. Das Ziel: noch mehr Luxus. Der 3,5-Liter-V8-Motor bekam mit der Zeit immer mehr Hubraum (1989: 3,9 Liter, 1992: 4,2 Liter). Mit dem LSE wurde 1992 eine Version des Range Rover Classic eingeführt, die mit verlängertem Radstand und Luftfederung bei den Kunden Anklang fand.

Dass man mit ihm tatsächlich auch ins unwegsame Gelände gehen kann, bewies der Range Rover bei verschiedenen Rallyes: 1972 überwand er als erstes Auto überhaupt im Rahmen einer britischen Armee-Expedition das „Darien-Hindernis“ in der „Transamericana“. Während einer Wüstenexpedition (1974) durchquerte der Range Rover die Sahara von West nach Ost – 12 000 Kilometer in 100 Tagen. Und auch bei der berühmten Rallye Paris-Dakar konnte er Erfolge feiern: Ein speziell umgerüsteter Range Rover fuhr 1979 und 1981 als Erster durchs Ziel.

Ebenso erfolgreich wie bei Wettbewerben war der Range Rover auch als Auto der Stars. Viele Prominente ergänzten mit dem kultigen Kasten ihre exklusiven Fuhrparks. So waren bzw. sind sowohl die Queen, als auch Madonna, Michael Jackson, Bruce Willis und Jennifer Aniston große Fans des Range Rovers.

Der Range Rover: Schon nach einigen Jahren entwickelte er sich zum Kultauto. Warum? Er schaffte perfekt den Spagat zwischen luxuriösem, straßentauglichem Wagen und robustem Off-Road-Fahrzeug.