Im Dezember 1981 hielten Autofans weltweit kurz den Atem an: Zum einen wegen der markanten Optik des neu vorgestellten Maserati Biturbos, zum anderen wegen seines Preises.
Denn der Zweitürer aus der italienischen Edelschmiede war nur halb so teuer wie das bis dahin günstigste Modell der Italiener. Trotz dieses Traditionsbruches wurde er von Kunden und Fachpresse mit Spannung und Freude erwartet.
Für die Firma mit dem markanten Dreizack ein großer Anfangserfolg für die Biturbo Baureihe, und schnell lagen die ersten tausend Bestellungen vor, ohne dass ein Modell produziert war.
Ab April 1982 wurden die ersten Modelle des viersitzigen Coupés mit Stufenheck ausgeliefert: Das Interieur war luxuriös, Leder und Hölzer dominierten. Technisches Highlight war der neu entwickelte V6-Motor mit Doppelturboaggregat mit einem Hubraum von 1995 ccm. Für diese Selbstbeschränkung entschied sich Maserati, weil in Italien mehr Hubraum auch mehr Kfz-Steuer bedeutete.
Nach den Erfolgen der ersten Maserati Biturbo-Serie wurde der Ruf nach stärkeren Modellen schnell lauter. Die Neuauflage Biturbo II (2. Serie) kam 1985 auf dem Markt, jedoch blieben die technischen Merkmale weitestgehend unverändert. Die Produktionszahl von 9206 Einheiten umfasst beide Serien.
In den folgenden Jahren gab es den Biturbo nicht nur als zweitüriges Stufenheck-Coupé, sondern auch als zweitüriges Cabriolet (ab 1984) und als viertürige Limousine (ab 1984). Bis 1993 wurden insgesamt 45 verschiedene Modellvarianten gebaut, die jedoch ab 1988 nicht mehr unter dem Begriff Biturbo verkauft wurden.