Daten

Name: Mini (1000) MK IV
Baujahre: 1976 - 1982

Motorisierungen: Reihenmotor
Zylinder: 4
Hubraum: 998 ccm
Leistung: 39 PS
Drehmoment: 5250 U/min
0 - 100 km/h: nicht bekannt
Spitzengeschwindigkeit: 132 km/h
Verbrauch: 7,5 l / 100 km
Schaltung: Viergang (vollsynchronisiert)
Länge, Breite, Höhe:
3100 mm x 1400 mm x 1400 mm
Leergewicht: ca. 625 kg

Wieviele PKW wurden hergestellt?
1.439.819

Neupreis: 675 Pfund (986 Euro)
Preis heute:
ab ca. 2.500 Euro

Vorgänger: Austin/Morris Mini 1000 Mk II
Nachfolger: Mini Mayfair

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MINI 1000 (1976 - 1982)

Fast ein halbes Jahrhundert lang (von 1959 - 2000) lief der Ursprungs-Mini vom Band - freilich in verschiedenen Versionen. Sir Alec Issigonis konstruierte den Wagen für die British Motor Corporation (BMC) und reagierte mit dem sparsamen Kleinstwagen auf die Suezkrise von 1956, wegen der die Öl- und Benzinpreise in die Höhe geschossen waren. Die Autohersteller sahen sich gezwungen, sparsame Modelle zu entwerfen.

. Einer Legende zu Folge fertigte er die erste Skizze auf einer Tischdecke an. Prägend für die frühe Generation Mini waren der quer eingebaute Frontmotor und die Zehn-Zoll-Reifen.

Auffallend - und später charakteristisch - am MINI waren die nach außen gerichteten Blechfalze zwischen Kotflügeln und Karosserie. Ein weiteres Merkmal des Minis ist die fehlende Ölwanne. Stattdessen wurde das Getriebe unter dem Motor platziert und zwischen den Rädern von ein und dem selben Ölkreislauf versorgt.

Erst diese Platzersparnis ermöglichte die Konstruktion eines derart kleinen Wagens. Ein Konzept, das den Autobau neu erfand. Außerdem kamen im Mini erstmals homokinetische Gelenke zum Einsatz, die das Lenk- und Fahrverhalten verbesserten. Durch die neu entwickelte Gummifederung, garantierte der Mini ein sanftes Fahrvergnügen.

Der Mini 1000 war das erste Kind des 1968 durch die Fusion der British Motor Corporation mit Leyland neu strukturierten Unternehmens namens British Leyland. Mit der Neuordnung wurde auch die Trennung von Austin und Morris obsolet. Von nun an hieß die Marke wirklich: Mini. Mit dem Markteintritt des Mini 1000 verschwanden die außen liegenden Türscharniere, und die Schiebefenster wurden durch Kurbelvarianten ersetzt. Die Mini-Familie war nun am identischen Grill und am neuen Markenzeichen zu erkennen. Nicht mehr im Programm war die vorher charakteristische Zweifarbenlackierung.

Weiterhin feierte die gute alte Gummifederung ihr Revival und löste das Hydrolastic-Modell ab. Durch seine bessere Ausstattung hob sich der 1000er vom Basismodell ab. Serienmäßig rollte er mit dem ovalen, dreiteiligen Kombiinstrument, Heizung, zwei Sonnenblenden, einem hochwertigen Interieur und ausstellbaren Rückfenstern vom Band. Von außen erkannte man den Mini 1000 an seinen Chromleisten rund um die Windschutzscheibe, den Radkappen und dem speziellen Abzeichen auf dem Kofferraum.

Im Laufe der Jahre verbesserten die Ingenieure diverse Details. Ab 1973 gehörten Radialreifen zur Serienausstattung, ein Jahr später kamen die Sicherheitsgurte mit Aufrollautomatik hinzu. 1977 spendierten die Designer den matt-schwarzen Grill, ein neues Lenkrad und zweifarbige Sitzbezüge. Von nun an gehörten auch zwei Zierstreifen unter den Seitenfenstern zum Markenzeichen des 1000ers.

Mit der Namensänderung in Mini 1000 HL änderte sich 1980 auch der Motor des "Kleinen": Nun trieb den Briten die "A-plus"-Maschiene mit 998 ccm an. Vor allem die Geräuschentwicklung hatten die Ingenieure mit dem neuen Motor besser in den Griff bekommen. Auf dem Grill prangte nun das neue Austin-Morris Markenzeichen.

Noch im letzten Baujahr überholte Mini den 1000er ein weiteres Mal. Zwecks effektiveren Benzinverbrauchs erhöhten die Ingenieure die Verdichtung der Maschine und verlängerten die Antriebsübersetzung. Dafür steckten nun schon 40 PS unter der Haube. Bis zur Abllösung durch den Mini Mayfair im September 1982 firmierte das Modell dann unter dem Namen Mini 1000 HLE.