Daten

Name: Opel Kadett GT/E

Baujahre: 1975 – 1979

Motorisierung: 4-Zylinder-Reihenmotor

Hubraum: 1.897 – 1.979 ccm

Schaltung: Viergang-Schaltung

Drehmoment: 110 PS-Version: 162 Nm bei 3.400 Umdrehungen pro Minute

Leistung: 105 – 115 PS

Beschleunigung 0 – 100 km/h: 110 PS-Version: 9,5 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 110 PS-Version: 189 km/h

Verbrauch: 110 PS-Version: 8,8 Liter

Länge/Breite/Höhe: 4.124/1.580/1.340 in mm

Leergewicht: je nach Typ zwischen 805 und 920 kg

Wie viele wurden hergestellt: ges. alle Typen: 30.077

Neupreis: 13.120 – 16.700 DM

Heutiger Wert (Zustand 2): 7.000 Euro

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OPEL KADETT C GT/E (1975 - 1988)

Als heimlicher Sieger der Rallye Monte Carlo galten 1976 Walter Röhrl und sein Beifahrer Jochen Berger auf ihrem Opel Kadett C GT/E Rallye. In dem in der Rennsportversion 212 PS leistenden Fahrzeug mussten sich die beiden Deutschen mit dem vierten Platz zufrieden geben. Hinter drei Lancia Stratos, die über 300 PS mobilisierten und mit ihrem Mittelmotorkonzept zu dieser Zeit das Maß aller Dinge im Rallye-Sport markierten.

Zu seiner Zeit war der Kadett C als Rallye-Kadett oder GT/E eines der modernsten Automobile im Kompaktwagensegment. Einzelradaufhängung an Doppel-Querlenkern vorne und eine Zentralgelenk-Hinterachse sowie die L-Jetronic von Bosch waren damals „State of the Art“! So fuhr sich der hinterradangetriebene Kadett wie auf Schienen.

Problematisch konnte es aber im Winter werden. Bedingt durch den vorne eingebauten Motor ist das Auto auf der Hinterachse extrem leicht. Das führte zu heftigen Ausbrüchen des Hecks, das nur mit schnellsten Reaktionen und Gegenlenken wieder in die Spur kam. 

Auch heute noch sind die in gelb-schwarz oder gelb-weiß lackierten Kadett echte Hingucker mit einer zeitlos eleganten Coupé-Karosse. In den Zivilversionen leisteten diese Sportversionen je nach Jahrgang 105, 110 und 115 PS. 

Neben dem schicken Coupé wurde der C-Kadett auch als Limousine (zwei- und viertürig), Caravan, City (Schrägheckversion) und als Sondermodell Aero (Cabriomodell mit Targadach von Baur) gebaut. Der C-Kadett war übrigens der letzte Kadett mit Hinterradantrieb. Der 1979 vorgestellte D-Kadett beendete die lange Tradition dieser Antriebart und bekam einen Frontantrieb spendiert.

Das Modell auf dem Foto, ein ehemaliges Trainingsauto der deutschen Rallye-Legende Walter Röhrl, wird noch heute bei historischen Motorsportveranstaltungen eingesetzt. Allerdings mit einer reduzierten Leistung von 150 PS. Diese genügen aber bei weitem, das leichte Auto (weniger als 900 kg) extrem flott zu bewegen.