In den 70ern und 80ern baute der französische Automobilkonzern Peugeot nicht gerade Autos, die durch ein ausgefallenes Design beeindruckten: 104, 305 und 604 waren zwar solide Autos, aber ihnen fehlte der französische Charme. Doch es gab eine Ausnahme, und die rollte 1969 erstmals vom Band. Sie sollte 14 Jahre lang produziert werden: Der Peugeot 504 als Coupé und Cabriolet.
Das Coupé und das Cabriolet tragen zwar dieselbe Nummerbezeichnung 504 wie die Viertürige Limousine, aber die Karosserien und die Bauweise des Zweitürers waren unterschiedlich. So wurde etwa der Radstand um 19 Zentimeter verkürzt. Mit dem 504er Coupé und dem Cabriolet schufen die Franzosen - mit Hilfe der italienischen Autodesigner von Pininfarina, die bei der Gestaltung der Karosse und des Innenraums Hand anlegten - ein fast zeitloses Fahrzeug, das auch technisch auf höchstem Niveau war: Der Peugeot besaß z.B. Einzelradaufhängung sowie Scheibenbremsen an allen vier Rädern.
Bis 1983 wurden die beiden Versionen in Europa gebaut, und innerhalb dieser Bauzeit wurden nur marginale Veränderungen an Front und Heck vorgenommen, die Linienführung der Seitenteile blieb stets erhalten. Beide Varianten, sowohl Coupé als auch Cabriolet, strahlten stets das gediegene Image eines erstklassigen Reisewagens aus.
Gerade die Modelle nach 1977 sind motorentechnisch ausgereift. Im Regelfall trieb ein 106 PS starker Zweiliter-Motor die Heckräder des 504ers an, zusätzlich gab es noch einen V-Sechszylinder mit 144 PS aus 2,7 Litern Hubraum. Dieser stärkere Motor wurde jedoch nur bis 1981 im Cabrio verbaut, danach leistete er seinen Dienst nur noch im Coupé. Begehrenswerte Youngtimer sind vor allem die zuletzt produzierten Modelle (bis Juni 1983), die ein spezielles Armaturenbrett mit fünf Instrumenten besitzen.