Ein Youngtimer, der heute noch andere Sportwagen alt aussehen lässt? Der Porsche 930 - besser unter dem Namen Porsche 911 Turbo bekannt - war das Spitzenmodell von Porsche in seiner Bauzeit. Ihm fahren auch heute noch neueste Autos mit Spitzenmotorisierung hinterher: 250 bis 260 km/h rennt der Turbo, je nach Motorisierung.
Die Gene des Porsche Turbos sind die eines Rennwagens, denn die Zuffenhausener Ingenieure entwarfen ihn für den Rennsport: Der durch einen Turbolader befeuerte Motor war bärenstark, die Karosserie auf Leichtbau getrimmt, und alle Fahrzeugteile wurden so angepasst, dass sie den sehr hohen Belastungen standhielten.
Die Unterschiede zum normalen 911er werden erst richtig sichtbar, wenn die beiden nebeneinander stehen: Der Turbo wirkt mächtiger, gewaltiger, stärker. Hervorragende Kotflügel, ein riesiger Heckspoiler, walzenartige Breitreifen - schon das Äußere machte klar, das hier ein Supersportler fährt.
Den Straßen-Rennwagen gab es mit zwei verschiedenen Motorisierungen: Der erste Porsche Turbo (gebaut von 1975 bis 1978) hatte einen Sechszylinder-Boxermotor mit drei Litern Hubraum (260 PS, 0-100 km/h in ca. 5,5 Sekunden, Drehmoment 350 Nm bei 4000/min, Vierganggetriebe). 1978 kam der Nachfolger auf den Markt, der bis 1989 gebaut wurde und 0,3 Liter mehr Hubraum hatte (3,3 Liter, Sechszylinder-Boxermotor, 300 PS). Gerade die Modelle aus dem letzten Baujahr (mit Fünfgang-Getriebe) sind heute die beliebtesten - und teuersten.
Eine besondere Stellung unter den Porsche-Turbo-Youngtimern nehmen zwei neue Karosserievarianten ein, die im Modelljahr 1987 eingeführt wurden und dementsprechend nur in geringer Stückzahl produziert wurden: Cabrio und Targa. Diese beiden offenen Varianten sind rar und somit besonders gesucht.