Der Porsche 928 galt als designierter Nachfolger der Serie 911 - konnte sich aber trotzdem nicht gegen seinen kleineren, preiswerteren und charismatischeren Konkurrenten durchsetzen.
Die Porsche-Puristen protestierten und boykottierten die neue Serie und setzten schließlich durch, dass der 911 mit einem stärkeren Motor weitergebaut wurde. 1995 lief der letzte Typ 928er vom Band.
Mit der Produktionseinstellung verabschiedete sich Porsche für mehrere Jahre von dem Konzept des klassischen Gran Turismo.
Erst mit der Serie 996 produzierte Porsche wieder ein GT-Update seines "Neunelfers" - aber bei dieser Version blieb der wassergekühlte Motor diesmal im Heck.
"Der große neue Sportwagen von Porsche" - so kündigte Porsche den Typ 928 an. Im März 1977 wurde der Wagen, der zum einen mit der üblichen 911er-Designform der Zuffenhausener brach, zum anderen die des 924er Porsches fortsetzte, auf dem Genfer Salon präsentiert. Der erste Porsche mit einem V8-Motor mit Hubraum in amerikanischen Dimensionen (4474 ccm).
Das großkalibrige und ungewöhnlich gestylte Coupé kombinierte schon zum Start technische Details mit modernsten Bauweisen, mit denen auch 2007 noch Autos beworben werden.
Denn Porsche setzte bei der neuen Serie voll auf Aluminium: Sowohl Achtzylinder-V-Motor, als auch große Teile der Karosserie (Türen, Kotflügel und Motorhaube) waren aus dem Leichtmetall.
Bei der Autofachpresse ergatterte der neue Porsche zahlreiche Preise und hohe Anerkennung. Ab Herbst 1977 wurde der Luxus-Sportwagen ausgeliefert.