Daten

Name: Toyota Celica (T18)
Baujahre: 1989-1994

Motorisierungen: Vierzylinder, Reihe
Hubraum: 1587ccm

Leistung: 105-208 PS

Vmax: 200 km/h

0-100 km/h: 8,9-10,2s
Länge, Breite, Höhe:
4470 mm x 1745 mm x 1300 mm
Leergewicht: 1100-1525 kg

 


Preis heute (in gutem Zustand):
ca. 5.800 Euro

 

Vorgänger: Celica (T16)
Nachfolger: Celica (T20)

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Toyota Celica (1981-1994)

Drei Generationen der Celica sind mittlerweile ins Youngtimer-Alter gekommen: der von 1981 bis 1985 gebaute TA6, der in den vier Jahren danach gebaute T16 und der bis 1994 gebaute T18. In diesen Jahren ist in Bezug auf das Design der Autos ein deutlicher Trend wahrnehmbar: Alles wird rund. Der TA6 war 1981 ein echtes Kind der Achtziger Jahre – den Zirkel hatten die Designer im Schrank gelassen, hier wurde mit Lineal und Geodreieck gearbeitet. Hart und kantig war Trumpf.

Der T16 war dann der Zwischenschritt auf dem Weg zum für die Serie revolutionären T18. Der hatte dann nämlich mit dem TA6 optisch noch so viel gemein wie Heidi Klum mit Angela Merkel. Die Designverantwortlichen in Japan hatten scheinbar à la Hans-Peter in der dritten Klasse ihre Geodreiecke und Lineale verschlampt. Fortan wurde mit dem Zirkel gearbeitet. Was dabei herauskam? Der rundum runde T18. Wer etwas Eckiges oder Kantiges suchte, könnte sich ähnlichen Qualen ausgesetzt sehen wie der arme Sisyphos in der griechischen Mythologie. Denn der Suchende wird schlicht nichts finden, egal wie lange er sucht, egal wie viele Anläufe er unternimmt.

Wenn der T18 optisch eine Revoltion für die Celica war, dann kam die Antriebsrevolution schon eine Generation zuvor mit dem T16.: Adieu Hinterradantrieb, Bonjour Vorderradantrieb. Nun kam der Druck für den Liftback oder das zweitürige Cabrio also von vorne. Der Segen für die alltagstaugliche Sportlerin sollte schon 1970 von ganz oben kommen. Denn die Celica hat ihren Namen vom lateinischen Wort „coelica“, was auf deutsch „himmlisch“ heißt.

Wer sich nun fragt, warum hier immer die Celica und nicht der Celica steht, der hatte es wohl noch nie mit einem echten Fan zu tun. Die Celica ist weiblich, sozusagen die „Himmlische“ für ihren meist männlichen Fahrer. So einfach ist das, keine Diskussion. Das wandelbare Äußere hat diesen Namen eher verdient als das zweckmäßige Innere. Hier dominiert der, na ja nennen wir es, Charme der Mittelklasse-Familienkutsche Toyota Carina. Wenn auch optisch kein Kracher, sind die Sitzbezüge und Kunststoffverkleidungen hochwertig verarbeitet.

Zur Zeit des T18 feierte Toyota mit der Celica GT4 große Erfolge in der Rallyeweltmeisterschaft. 1993 und ’94 sicherte sich das Team die Konstrukteursweltmeisterschaft. 1990 und von `92 bis `94 steuerte der Fahrerweltmeister eine Celica über Schotter, Steine, Asphalt, Eis und Matsch. Dabei saßen Legenden des Rallyesports auf dem Fahrersitz. Didier Auriol, Juha Kankkunen und Carlos Sainz fuhren in der Celica zu Titeln. Dem zweimaligen Celica-Weltmeister Carlos Sainz widmete der Konzern zu dieser Zeit auch ein Sondermodell mit seinem Namen. Bis zu 232 PS trieben diese Wagen an, den man in zwei Versionen erwerben konnte. Von den 5.000 produzierten Sondermodellen gingen 3.000 auf den europäischen Markt.

Doch das Ende der Celica-Erfolgsgeschichte im Rallyesport war ungefähr so glamourös wie das Abtreten von Horst Köhler als Bundespräsident. 1995 wurde das Team mit einem illegalen Teil am Turbomotor erwischt. FIA-Präsident Max Mosley zeigte sich zwar begeistert von der japanischen Ingenieurskunst und sagte: „Das ist das raffiniertes und am höchsten entwickelte Teil, dass ich in 30 Jahren Rennsport gesehen habe“, aber um das Aussprechen einer Strafe kam er dennoch nicht herum. Sie fiel drastisch aus. Das Celica-Team wurde für das komplette Jahr gesperrt, und die bis dahin erzielten Punkte aller Fahrer wurden annulliert. Doch diese Episode ist nur eine Randgeschichte in der fast 40-jährigen Geschichte der Celica. Nach sieben Modellgenerationen fand diese 2006 ein Ende.

Für viele Fans ist sie auch heute noch die „Himmlische“. Wer eine fährt darf sich aufgrund der einwandfreien Laufleistung, der guten Versorgung mit Ersatzteilen und der geringen Anfälligkeit für Rost – allenfalls die Radkästen sind manchmal betroffen – auf viele sorgenfreie Jahre im japanischen Vierzylinder-Sportler freuen.