Notlösung mit Erfolg: Die dritte Generation des Volkswagen Transporters, liebevoll Bulli genannt, war ein Fahrzeug, das aus Sparzwängen in seiner Form, Ausstattung und Konstruktion auf den Markt kam. Wäre es nach dem Willen der Wolfsburger Ingenieure gegangen, dann hätte der T3 einen Frontmotor gehabt, den aus Sparzwängen jedoch erst T4 erhielt: Die Heckmotor-Lösung war erstmal günstiger.
Doch so gelang es VW, auch die Liebhaber der ersten beiden Bulli-Versionen vom Neuen zu überzeugen: Der T3 brach zwar durch seine Kastenform mit dem rundlichen Design des T1 und 2, doch der Heckmotor war eine Konstante. Den VW gab es als Kleinbus, Pritsche, Doppelkabine oder mit Alkoven, und am Anfang der Produktion arbeiteten im Heck luftgekühlte Boxermotoren. Diese waren jedoch so schwach, dass der T3 schlechtere Fahrleistungen als sein Vorgänger hatte, sehr zum Missfallen der Käufer. Volkswagen besserte nach und brachte neue und stärkere Maschinen auf den Markt, unter anderem erstmals einen Diesel, dann wassergekühlte Boxermotoren.
Wer zuerst nicht vom neuen Bulli beeindruckt war, den überzeugte meist schnell der gestiegene Nutzwert des T3 gegenüber seinem Vorgänger: Der Radstand wuchs um 6 cm, die Länge um 6,5 cm und die Breite um ganze 12,5 cm. Und trotz der gewachsenen Ausmaße hatte er einen geringeren Wendekreis. Der ganze Innenraum war nicht nur größer, sondern durch einen Rammschutz in Kniehöhe auch sicherer. Und sogar bis zu 995 Kilogramm Zuladung waren je nach Modell möglich.
In den 13 Jahren Produktionszeit wurde natürlich viel innerhalb der Baureihe verändert, und besonders drei Modellreihen erfreuen sich bei Youngtimer-Fans hoher Beliebtheit: Die Camping-Ausstattungen "California" und "Atlantic" (ab 1988), der T3 mit Allradantrieb namens "Synchro" (ab 1985, 45478 VW Syncro wurden produziert) und die Modelle aus der letzten Produktion "Limited Last Edition".